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Mesotheliom-Symptome und -Diagnose
Symptome
Frühe Mesotheliom-Symptome sind unspezifisch und
können zu einer Verzögerung der Diagnose führen. Im Allgemeinen sind
Kurzatmigkeit, Brustschmerzen und anhaltender Husten häufige Symptome
des pleuralen Mesothelioms, aber in einigen Fällen könnten sie zu
schwach sein, um den Patienten zu veranlassen, einen Arzt aufzusuchen.
Einige Patienten klagen über Schmerzen im Schulterblatt oder unterem
Rücken. Diese Symptome treten meistens 2-3 Monate vor einer bestätigten
Diagnose auf. Bei einem peritonealen Mesotheliom sind Bauchschmerzen
und -Schwellung, Übelkeit oder Erbrechen, Darmobstruktion und Gewichtsverlust
die häufigsten Symptome. Es ist allerdings wichtig zu sehen, dass
diese Symptome nicht nur bei Mesotheliomen auftreten und auch bei
anderen Krankheiten auftreten können. Eine Untersuchung durch einen
qualifizierten Arzt wird daher immer empfohlen.
Mit dem Fortschreiten des Mesothelioms
treten bei 95 % aller Patienten pleurale Effusionen auf (Flüssigkeitsansammlung
zwischen den beiden Pleuraschichten), und es sind diese Symptome,
welche die Patienten letztendlich veranlassen, ihren Arzt aufzusuchen.
Während des Arztbesuchs wird eine Röntgenaufnahme des Thorax angefertigt,
welche die Effusion bestätigen könnte. Auch eine Verdickung der Pleura
könnte zu diesem Zeitpunkt festgestellt werden. Falls der Arzt die
Diagnose Krebs für möglich hält, könnte er eine Überweisung an einen
Facharzt im Krankenhaus veranlassen, der sich auf Lungenkrebs und
Mesotheliome spezialisiert hat.
Falls Ihr Arzt eine Überweisung vorschlägt,
sollten Sie folgende Informationen erhalten:
-
Wohin Sie überwiesen werden sollen.
-
Wann der Termin gemacht wird.
-
Welchen Arzt Sie sehen werden.
-
Welche Tests wahrscheinlich durchgeführt werden.
-
Wann die Testergebnisse vorliegen werden.
Das amerikanische National Institute
for Health and Clinical Excellence hat die folgenden allgemeinen Überweisungsrichtlinien
entwickelt, die seit Juni 2005 in Kraft sind. Diese Richtlinien könnten
nicht für jeden Einzelnen zutreffen, und Sie sollten daher immer die
Einzelheiten Ihres speziellen Falls mit Ihrem Ärzteteam besprechen,
sodass Sie hinsichtlich Ihrer Behandlung eine proaktive Rolle spielen
können.
Eine Dringlichkeitsbewertung wird von
Ihrem Arzt gestellt und beruht auf folgenden Kriterien:
- Sofortige Überweisung: Der Patient muss innerhalb
weniger Stunden untersucht werden.
- Dringende Überweisung: Der Patient muss innerhalb
von zwei Wochen untersucht werden.
- Nicht dringend: Alle anderen Überweisungen.
Sobald die Dringlichkeit bestimmt worden
ist, wird Ihr Arzt alle mit Ihrem Fall zusammenhängenden Informationen
zur Begutachtung an den für Sie zuständigen Spezialisten schicken.
Diagnose
Eine Mesotheliom-Diagnose wird meistens aufgrund
einer sorgfältigen Auswertung von klinischen und radiologischen Ergebnissen
und den positiven Ergebnissen einer Gewebebiopsie gestellt. Nachfolgend
sind einige der Tests aufgeführt, die Ihr Spezialist empfehlen könnte,
sowie ihr jeweiliger Wert bei Diagnose und Bewertung des Mesothelioms
-
Computer-Tomographie(CT)
CT-Aufnahmen können pleurale Effusionen erkennen,
ebenso wie Pleura-Verdickungen, Pleura-Kalzifikationen, Verdickung
von interlobulären Fissuren oder einen möglichen Befall der Brustwand.
Eine CT-Aufnahme kann allerdings nicht zwischen Veränderungen,
die mit gutartigen Asbest-Krankheiten einhergehen unterscheiden,
oder zwischen Lungenadenom und Mesotheliom. CT-Aufnahmen können
auch bei der Führung einer feinen Nadel bei der Aspiration von
Pleuramasse für die Gewebediagnose nützlich sein. Diese Aufnahme
dauert normalerweise 10-30 Minuten, aber kann je nach Patient
variieren.
-
Magnet-Resonanz-Tomographie (MRI)
MRI-Aufnahmen werden meistens vor einer aggressiven
Behandlung zur Bestimmung des Tumorausmaßes angefertigt. Weil
Bilder in verschiedenen Ebenen entstehen, sind sie zur Darstellung
von Tumoren, im Gegensatz zu normalen Strukturen, besser geeignet.
Sie sind auch richtiger als CT-Aufnahmen hinsichtlich Bestimmung
der Vergrößerung der mediastinalen Lymphknoten, die zwischen den
beiden Lungenflügeln liegen, ebenso hinsichtlich der Darstellung
einer unbewachsenen Zwerchfelloberfläche; beide Faktoren spielen
bei der Entscheidung darüber, ob der Patient ein Operationskandidat
ist, eine wichtige Rolle. Eine MRI-Aufnahme dauert normalerweise
20-40 Minuten, aber kann je nach Patient variieren.
-
Positronen-Emissions-Tomography (PET)
Die PET-Tomographie wird heutzutage mehr und
mehr ein wichtiger Teil zur Diagnose und Beurteilung des Mesothelioms.
Die PET-Tomographie wird als die beste Diagnosemethode zur Darstellung
der Tumorlage angesehen, ebenso wie als überlegen bei der Bestimmung
der Mesotheliom-Stadien. Weil die PET-Tomographie eine relativ
neue Methode ist und an vielen Stellen noch nicht angewendet wird,
kann eine Anreise zu einem Spezialzentrum zur Anfertigung der
Aufnahmen notwendig sein.
-
Flüssigkeitsanalyse
Ein Testen der Pleuraflüssigkeit auf maligne
Zellen ist zur Diagnose des Mesothelioms nur begrenzt nützlich.
Eine diagnostische Thorazentese, bei der Zellen aus der Pleurahöhle
extrahiert werden, wird normalerweise dann durchgeführt, wenn
ein Mesotheliom als möglich erachtet wird. Leider sind die Ergebnisse
in fast 85 % aller Fälle, bei denen die Flüssigkeit getestet wird,
negativ oder nicht schlüssig. Selbst im Fall eines positiven Ergebnisses
des Flüssigkeitstests können die Ärtze dafür optieren, eine bestätigende
Gewebebiopsie durchzuführen, solange dies für die Gesundheit des
Patienten nicht schädlich ist.
-
Gewebeanalyse (Biopsie)
In den meisten Fällen ist es letztendlich eine
Nadelbiopsie der Pleura oder eine offene operative Biopsie, die
eine bestätigende Diagnose des Mesothelioms liefert. Bei der Pleurabiopsie
macht der Chirurg einen kleinen Schnitt durch die Brustwand und
führt einen dünnen, beleuchteten Schlauch, Thoraskop genannt,
zwischen zwei Rippen hindurch in die Brusthöhle ein. Dann entfernt
er eine Gewebeprobe, die von einem Pathologen unter einem Mikroskop
begutachtet wird. Bei der peritonealen Biopsie macht der Chirurg
einen kleinen Schnitt durch die Bauchwand und führt ein Peritoneoskop
in die Bauchhöhle ein.
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